Heute möchte ich über ein Thema schreiben, über das wir sehr viel lesen und hören: Loslassen.
Mir ist bewusst, dass wir uns aktuell in einer sehr spirituellen, bewusstseinsentwickelnden Phase befinden. Und ja – ich verstehe auch die Menschen, die dieses Wort kaum noch hören oder lesen können.

Und trotzdem:
Es betrifft auch mich.
Es betraf auch mich .Und wird mich betreffen.

Gerade deshalb möchte ich heute meine Gedanken mit euch teilen.


Was Loslassen nicht ist

Loslassen bedeutet nicht, Dinge zu verdrängen oder nicht mehr darüber nachzudenken.
Denn alles, was wir verdrängen, holt uns im Leben wieder ein –
sei es psychisch oder physisch.

Es geht nicht darum, stark zu sein.
Es geht darum, ehrlich zu sein.


Was Loslassen wirklich bedeutet

Loslassen beginnt mit Akzeptanz.
Etwas, das da ist oder war – so schlimm oder so banal es auch gewesen sein mag – anzunehmen.

Oft erkennen wir erst im Nachhinein den Sinn.
Und ja: Auch das hatte einen Sinn!
Auch das durfte erfahren werden.
Denn das ist Leben.

„Es ist wie es ist“. Von Erich Fried. Toller Lyriker.

Wir haben das Geschenk, Emotionen zu erfahren –
sie zu spüren bis in jede einzelne Zelle unseres Körpers.


Emotionen formen uns

Es gibt im Leben immer wieder Momente und Situationen,
die uns besonders beschäftigen oder getroffen haben.

Und auch diese sind wichtig.
Denn sie formen uns.
Sie stärken unsere Resilienz.

Ich weiß:
Das ist leicht gesagt – und oft schwer getan.
Gerade deshalb ist das Tun ein so wichtiger Aspekt.


Loslassen ohne Hass, Groll, Trauer oder Wut

Loslassen im guten Sinne bedeutet:
ohne Hass, ohne Groll, ohne Trauer und ohne Wut.

Denn jede Emotion trägt eine bestimmte Schwingung,
die sich auf unseren Körper und unser Wohlbefinden auswirkt.

Wenn wir Emotionen nicht leben,
nicht spüren,
nicht akzeptieren
und sie nicht bewusst in Frieden loslassen,
holen sie uns immer wieder ein.

Und wir werden – im wahrsten Sinne des Wortes – krank.

Deshalb ist Loslassen für mich ein zentrales Thema.
Und deshalb beginne ich jedes Coaching und jeden Workshop genau hier.


Gedanken ziehen lassen

Gedanken loslassen.
Sie ziehen lassen.

Und ja – sie kommen wieder.
Dann wollen sie noch gefühlt, gesehen und transformiert werden.

Und das ist der Schlüssel.

Zu jedem echten Loslassen gehört der ehrliche Satz:

Ich akzeptiere die Situation so, wie sie ist.

Denn ändern können wir sie nicht mehr.
Aber wir können sie gehen lassen. Akzeptieren.

Es ist wichtig, sich das selbst zu sagen –
immer und immer wieder.

Oder es auszuatmen,
so wie wir es im Yin Yoga, in der Hypnose oder im Coaching tun.

Wir spüren den Schmerz.
Wir bleiben beim unangenehmen Thema.
Und dann lassen wir es bewusst los.


Achtsam mit alten Gedankenmustern

Ganz wichtig:
Verfalle nicht in alte Gedankenmuster.

Wenn Gedanken kommen,
versuche bewusst, an etwas Schönes zu denken.

Denn unser Gehirn kann nicht gleichzeitig positiv und negativ denken –
das funktioniert einfach nicht.

Unser Bewusstsein hat Macht über Körper und Geist.
Wenn wir dem Gehirn eine neue „Adresse“ geben,
zwingen wir den Körper, nicht mehr in die alte Emotion zu gehen.

Aber – und das ist entscheidend –
wenn etwas noch nicht transformiert ist,
muss es zuerst gespürt werden.


Emotionen dürfen gelebt werden

Und das ist mir besonders wichtig:

Emotionen dürfen gelebt werden.

Also ja:
Weine.
Heule.
Schreie.
Geh boxen.
Geh joggen.
Geh spazieren – am besten in die Natur.

Die Natur erdet uns Menschen.
Sie erdet unsere Emotionen.
Und oft auch die ganze Situation.

Lass es zu.
Lass es hochkommen.
Spüre es.
Verdränge es nicht.

Wir sind keine Menschen, die immer stark sein müssen.

Auch wir dürfen Fehler machen.
Auch wir dürfen Dinge sagen oder tun, die wir bereuen.

Und ja – auch ich bereue vieles.
Und jetzt?

Rückgängig machen kann ich es nicht.
Also lasse ich auch das los.

Mein Lieblingssatz:

Es sollte so sein.

Und dann:
Loslassen.
Im Hier und Jetzt ankommen.

Denn nur hier –
nur jetzt –
ist Leben.

Nicht in der Vergangenheit.
Nicht in der Zukunft.

Aber das ist ein anderes Thema für einen Blog Beitrag


Zum Abschluss – eine kleine Einladung

Lass uns gemeinsam einatmen:
1 … 2 … 3 … 4 …

Und beim Ausatmen alles loslassen,
was dir im Hier und Jetzt nicht mehr dienlich ist:
4 … 3 … 2 … 1 …

Deine Claudia